Aktuelle dfg-Ausgabe
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Diese Woche im dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik - Ausgabe 30 - 2010
dfg 30 - 2010
Auf Seite 2:
Kommentar zur Gesetzliche Krankenversicherung:
Gedanken über den Zustand der GKV: Entscheidungen, Schicksale und Visionen
Auf Seite 4:
Ersatzkassen:
Mitgliederentwicklung: Die Zusatzbeiträge „wirken” recht differenziert
Auf Seite 6:
Ärzte:
HÄV tappte völlig auf das Abstellgleis
Auf Seite 7:
Personalia / Berliner Szene
Auf Seite 8:
Dokumentation:
Gegen-Offensive: DKG rüttelt mächtig an den ambulanten Strukturen -

Diese Woche in A+ S Aktuell - Ausgabe 30 - 2010
Die aktuelle Ausgabe von A + S Aktuell erscheint in der Online-Version am Donnerstag den 29.07.2010 und in der gedruckten Fassung wie gewohnt am Freitag den 30.07.2010 in den Briefkästen der Leserinnen und Leser.
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dfg - Gesamtausgabe 30 - 10
Sie erhalten bei Bestellung die vollständige Ausgabe 30 - 10 des dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik.
Netto: 29,85 Euro -

Kommentar zur Gesetzlichen Krankenversicherung:
Gedanken über den Zustand der GKV: Entscheidungen, Schicksale und Visionen(dfg 30 - 10) Die ersten sechs Monate des Jahres sind vorbei. Neben der Implementierung von Zusatzbeiträgen fällten in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Einzelkassen zahlreiche Beschlüsse. Ob diese zielorientiert, wegweisend und zukunftsgerichtet waren, darüber kann man sicherlich streiten. Aber allein die Furcht, mit den Geldern aus dem morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) und dem Gesundheitsfonds nicht auszukommen, führte zu mancher Entscheidung, die in „normalen” Zeiten vielleicht nicht getroffen worden wäre. Jetzt, da die Bundeskanzlerin und damit die politisch ausgerichtete Nation urlaubt, kann man sich einmal die Zeit nehmen, an Hand von wenigen Einzelbeispielen kurz Gedanken über den Zustand, Folgen der Beschlüsse und die Zukunft von Teilen der GKV zu machen.
Netto: 8,50 Euro -
Ersatzkassen:
Mitgliederentwicklung: Die Zusatzbeiträge „wirken” recht differenziert(dfg 30 - 10) Die Zusatzbeiträge reißen wohl doch ein großes Loch in die Mitgliedsbestände der betroffenen Krankenkassen. Das weisen zumindest die ersten KM1-Zahlen auf, die der dfg-Redak- tion vorliegen. Wie immer ist der Ersatzkassenbereich am schnellsten. Und bei den sechs verbliebenen vdek-Kassen zeigt sich, wie unterschiedlich die Bilanz für das erste Halbjahr 2010 für die einzelnen Körperschaften ausgefallen ist. Unterm Strich: Die anderen vier Kassen haben die herben Verluste der DAK und vor allem der KKH Allianz nicht auffangen können. Die mitgliederstärkste Familie der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) „schrieb” in ersten sechs Monaten des Jahres tiefrote Zahlen. Als vdek-Nettowerte stehen zu Buche minus 104.601 Mitglieder bzw. minus 118.609 Versicherte im ersten Halbjahr 2010.
Netto: 11,85 Euro -
Ärzte:
HÄV tappte völlig auf das Abstellgleis(dfg 30 - 10) Selten ist ein Interessenverband von den Medien und den anderen Beteiligten aus dem Gesundheitswesen so in der Luft zerrissen worden, wie der Deutsche Hausärzteverband (HÄV) nach seiner Pressekonferenz vom 21. Juli 2010. Das Echo war verheerend. Von „Reformkoller” war die Rede, von „unglaubwürdigem Gejammere”, „kalkulierter Panik” oder „zynischen Drohungen”. In der Zwischenzeit sammelten sich die Gegner und Befürworter der hausarztzentrierten Verträge (HzV) hinter den jeweiligen Fahnen. Der Riß geht quer durch das Gesundheitswesen. Bei einem großen Teil der Akteure haben die HÄV-Matadore vorerst sogar die Gesprächs-Türen zugeschlagen.
Netto: 4,50 Euro -

Dokumentation:
Gegen-Offensive: DKG rüttelt mächtig an den ambulanten Strukturen(dfg 29 -10) Selten hat man die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) argumentativ so unvorbereitet gesehen wie Ende April 2010. Als das gemein- same Vorhaben von Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärztlicher Bun- desvereinigung (KBV) vom 15. April 2010 zur Änderung der §§ 95 und 116b SGB V durch Veröffentlichungen u.a. in diesem Dienst bekannt wurde (vgl. dfg 17 - 10, S. 2ff.), war man in der Berliner Wegelystraße erst einmal tagelang sprachlos.
Netto: 11,85 Euro
Mittlerweile fing man sich beim Spitzenverband der Kliniken aber gewaltig. Die DKG startete am 22. Juli 2010 eine Gegen-Offensive und legte ihre Vorstellungen zur „Reform der ambulanten ärztlichen Versorgung” vor. Die sieben Seiten haben es in sich. So werden die beiden direkten Charlottenburger DKG-Nachbarn (BÄK/KBV) das „Positionspapier” nicht gerade mit Begeisterung gerne gelesen haben. Zumal es an deutlichen Worten gegenüber den beiden anderen Kombattanten nicht mangelt. Nun steht es 1:1. Und jede der beiden Seiten hat sich erst einmal ordentlich verschanzt und der Ansatz tiefer Gräben ist ebenfalls sichtbar. Blendende Zeiten für eine auf längere Zeit ange- legten Stellungskrieg. In einer offenen Feldschlacht wird der Verteilungskampf um Pfründe und Zuständigkeiten wohl noch nicht enden. Dazu haben vor allem KBV und DKG in den Gremien der gemeinsamen Selbstverwaltung zu oft an einem Strang zu ziehen.
Wir dokumentieren den Gegen-Schlag im vollständigen Wortlaut.